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Deutsche Postbank "under review"


05.11.2009
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, setzt die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) im aktuellen "AnlageFlash" kurzfristig auf "under review".

Die Deutsche Postbank habe im dritten Quartal dank Steuereffekten wie schon in Q2 unter dem Strich positiv abgeschnitten. Sie habe 42 Mio. Euro nach einem krisenbedingt hohen Verlust von 349 Mio. Euro im Vorjahresquartal verdient. Vor Steuern sei das Haus aber im Minus mit -59 Mio. Euro geblieben; hier hätten Wertberichtigungen auf Derivate und vor allem die Geschäftsaktivitäten mit dem inzwischen insolventen US-Mittelstandsfinanzierer CIT belastet. Letzteres sei nicht erwartet worden.

Doch das Haus gebe sich zuversichtlich, dass die Belastungen aus der Finanzkrise damit ihren Höhepunkt hinter sich hätten und im weiteren Jahresverlauf nun abnehmen würden. Die Vorsorge für faule Kredite sei zwar weiter angestiegen, aber nicht so stark wie befürchtet. Diese dürften aber angesichts der Rezession vorerst weiter relativ hoch bleiben (für Q4). Operativ im Kundengeschäft sei das Haus mittlerweile gut unterwegs; von der Tendenz her ziehe das kundengetriebene Geschäft schon von Quartal zu Quartal an. Das Wertpapiergeschäft habe erstmals seit längerer Zeit angezogen. Die Kundeneinlagen z. B. seien im dritten Quartal auf ein Rekordniveau geklettert.


Die Marktbedingungen würden insgesamt weiterhin eine Herausforderung bleiben. Aber da die kundenbezogenen Trends erstarken, sehen die Analysten der SEB Chancen, dass das Haus in Q4 weiter zulegt, möglicherweise auch operativ ins Positive kommt.

Aus Sicht der technischen Analyse besitzt die Deutsche Postbank-Aktie in Gestalt der Marke bei 25,79 Euro einen Widerstand, an dem sie sich von Ende August bis Ende Oktober die Zähne ausgebissen hat, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Nun würden die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren eine Abwärts-Bewegungsdynamik zeigen, welche die Aktie noch bis in den Bereich um 19 Euro zurückführen könnte. Dort verlaufe zum einen die gewichtete 52-Wochen-Linie, zum anderen bei 18,89 Euro eine Unterstützung. Vorher würden sich keine Unterstützungen finden. Da auch die längerfristigen Trendindikatoren keine Hilfe signalisieren würden, würden die Analysten raten, von der Aktie einstweilen Abstand zu nehmen.

Die Analysten der SEB überprüfen derzeit die Gewinnprognosen und das Kursziel und setzen die Deutsche Postbank-Aktie kurzfristig auf "under review". (Analyse vom 05.11.2009) (05.11.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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